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BERUFSKRAFTFAHRER ZUR PRÜFUNG


Tipp Nr. 1 - Vorurteile
Böse und fies müsste man sich den Prüfer vorstellen, wenn man den Geschichten glauben schenken würde, die einem andere von ihrer Führerscheinprüfung erzählen. Natürlich ist dem nicht so! Die Prüfer sind auch nur Menschen und es macht ihnen bestimmt keinen Spass, wenn sie dem Prüfling die Mitteilung machen müssen, dass es nicht gereicht hat.
Ein Prüfer darf die Prüfung auch nicht willkürlich bewerten. Es gibt Prüfungsrichtlinien in denen genau festgelegt ist, welche Fehler zum Nichtbestehen der Prüfung führen und welche nicht.
Tipp Nr. 2 - Gerüchte
Ein hartnäckiges Gerücht ist die Annahme, dass der Prüfer versucht, den Prüfling reinzulegen. Also zum Beispiel sagt: "Fahren Sie mal die nächste rechts rein." Und anschliessend heisst es dann: "Ätsch! Das war aber verboten! Durchgefallen!"
So etwas gibt es nicht! Der Prüfer wird niemals Anweisungen geben, die irgendwelchen Verkehrsregeln widersprechen! Darauf kannst Du Dich 100%ig verlassen! Es kann höchstens mal sein, dass es z.B. heisst: "Fahren Sie bitte die nächste Möglichkeit links." In diesem Fall könnte es sein, dass man in die kommende Strasse nicht hineinfahren darf. Also auf Verkehrszeichen achten, die das Abbiegen verbieten.
Tipp Nr. 3 - Termin
Sage uns rechtzeitig Bescheid, wenn bei Dir irgendwelche anderen Prüfungen anstehen, damit wir den Termin für die Führerscheinprüfung so planen können, dass nicht beide Prüfungen auf einen Tag fallen oder zu dicht zusammen liegen.
Tipp Nr. 4 - Ablauf
Das Wissen um den Ablauf der Prüfungsfahrt hilft die Nervosität zu vermindern.
- Zunächst einmal wird der Prüfer sich vorstellen, nach Deinem Namen fragen und Dich bitten, Deinen Ausweis vorzuzeigen. Anschliessend erklärt er nochmal wie man sich zu verhalten hat, wenn die Fahrtrichtung "Geradeaus" nicht möglich ist (was aber alles schon aus den Fahrstunden bekannt ist) und wird Dich bitten bei Unklarheiten nachzufragen. Dann folgt der Prüfungsteil "fahrtechnische Vorbereitungen". Hier wird der Prüfer ein oder zwei Fragen zur Fahrzeugbedienung oder -wartung stellen. Beispielsweise: "Schalten Sie doch mal bitte das Fernlicht ein". Oder: "Was bedeuten denn diese Kontrolllampen?"
Dann geht es ans Fahren.
Während der Prüfungsfahrt wird der Summer für die Pedalerie des Fahrlehrers eingeschaltet, damit der Prüfer sicher sein kann, dass der Prüfling ohne fremde Hilfe gefahren ist.
Tipp Nr. 5 - Ablenkung
Lass Dich durch Gespräche zwischen dem Fahrlehrer und dem Prüfer nicht beirren, diese dienen zur Auflockerung der Atmosphäre im Fahrzeug. Beteilige Dich nicht an diesen Gesprächen, sondern konzentriere Dich auf die Fahrt.
Tipp Nr. 6 - Müssen das wirklich alle wissen?
Es ist besser nur denjenigen von der Prüfung zu erzählen, die es unbedingt wissen müssen, damit kein zusätzlicher Druck entsteht.
Tipp Nr. 7 - Fehler
Die Prüfungsfahrt wird garantiert nicht völlig fehlerfrei ablaufen. Aber das muss sie auch nicht! Es wird keine Perfektion von Dir verlangt. Die wichtigen Sachen müssen natürlich klappen. Kleine bis mittelschwere Fehler können aber vorkommen und durch gute Fahrweise wieder ausgeglichen werden, wenn sie sich nicht zu sehr häufen. Also: Nicht bei jeder Kleinigkeit gleich denken: "Oh Mann, das war's dann wohl." Sondern: Konzentriert bis zum Ende weiterfahren.



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